Erziehung
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Wir persönlich haben eher negative Erfahrungen mit sogenannten „Welpenschulen“ gemacht. Es liegt im Wesen des Tollers, spannenden Input aufzunehmen und sich von Reizen in seinem Umfeld „hochpushen“ zu lassen. Ausgelassenes Herumtoben auf engem Raum mit Hunden unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Alters führt nicht etwa dazu, dass der Hund „ausgelastet“ wird (solange Sie mitmachen, kennt ein Toller sowieso kein Ende), sondern macht ihn nur hyperaktiv und nervös - das genaue Gegenteil von dem, was Sie erreichen wollen.

Außerdem wollen Sie Ihren Hund ja auch nicht auf andere Hunde sozialisieren, sondern auf sich - seine Menschen! Die Zeit, die er als erwachsener Hund mit anderen Hunden verbringen wird, ist im Vergleich zu der Zeit, die er mit Menschen verbringen wird, zu vernachlässigen.

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Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Erziehung des Tollers in unsere alltäglichen Aktivitäten zu integrieren. Das fängt Zuhause an und hört im Rahmen eines jeden Spaziergangs noch lange nicht auf. Wer glaubt, in der Hundeschule alles Wichtige zu lernen und nach einem halben Jahr wöchentlicher Teilnahme einen perfekt erzogenen und sozialisierten Hund zu haben, irrt ohnehin. Ob nun in der Gruppe oder im Einzelunterricht, von dort kann man nur Anregungen mitnehmen, wie es gehen kann. Die eigentliche Arbeit muss man Zuhause machen, im täglichen Umgang mit dem Tier.

Warum dann nicht gleich die wertvolle Zeit, die man mit dem Tier verbringt, so gestalten, dass sie immer Trainingselemente enthält? Auf der nachfolgenden Seite „Toller-Arbeit für Nicht-Jäger“ haben wir einen kurzen Abriss zusammengestellt, wie dieser Ansatz gemeint ist.