Toller-Arbeit für Nicht-Jäger
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Ein Toller will arbeiten. Wobei „Arbeit“ in diesem Zusammenhang bedeutet, dass man die verschiedenen Sinne des Toller auf möglichst naturnahe Art und Weise anspricht. Einem roten, hüpfenden Gummiball hinterherzujagen entspricht diesem Ansatz zum Beispiel nicht. Es pushed den Hund nur unglaublich hoch, er wird immer wilder und ausgelassener werden, nicht merken, wann seine Kräfte nachlassen, sich völlig verausgaben und beim nächsten Mal noch mehr verlangen. Das ist wie eine Droge, von der man nicht genug bekommen kann. Finger weg von „lustigen“ Ballspielen!

Welche Art von „Arbeit“ entspricht dann dem Wesen eines Tollers? Wir lassen jetzt bewusst mal die Arbeit, die man in einem Hundesportverein ausführen kann, außen vor. Dazu gehören Agility, Mantrailing, Obedience usw. - alles tolle Sportarten, die sich aber für die Beschäftigung mit dem Hund im normalen Alltag nicht eignen.

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Im Nachfolgenden soll es daher um Beschäftigung für den Hund gehen, die Sie im Rahmen Ihrer alltäglichen Routine ausführen können - und die einen Toller nach unserer Erfahrung wunderbar auslasten werden. Da ist zum Beispiel die Dummyarbeit: Den Hund ruhig irgendwo absetzen, den Dummy verstecken und dann den Hund danach suchen lassen. Toller lieben das! Sie müssen ihre Nase einsetzen, können die Umgebung dabei erforschen und stellen schnell fest, das zielloses Herumrasen von A nach B sie überhaupt nicht weiterbringt. Dummyarbeit macht Toller fokussiert, stolz auf ihre eigene Leistungen und gibt ihnen Selbstsicherheit.

Wer ein bisschen mehr „Action“ will, kann Dog Frisbee versuchen. Amber, zum Beispiel, liebt diesen Bewegungssport sehr: Die Flugbahn des Sportgeräts ist präzise berechenbar, der Hund muss den richtigen Winkel und Moment abpassen, um die Scheibe zu erwischen, gelenkbelastende Richtungswechsel, Verrenkungen oder Sprünge sind tabu - und der Stolz des Hundes darauf, das kreiselnde Objekt seiner Begierde aus der Luft gepflückt zu haben, ist unbezahlbar.

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Aber auch ganz ohne „Zubehör“ kann man mit dem Hund super arbeiten: Jeder Spaziergang kann zum Üben der Leinenführigkeit genutzt werden. Jede Straßen-überquerung ist die Gelegenheit diverse Kommandos immer und immer wieder zu verfeinern. Und jede Begegnung mit anderen Hunden, Joggern oder Kindern ist ideal geeignet, um den Hund wieder und wieder auf seinen Menschen zu fokussieren.

Und selbst an Regentagen muss die Arbeit nicht ausfallen: Dummyarbeit in den eigenen vier Wänden ist ein großer Spaß, der den Hund wunderbar auslasten kann. Und Toller sind so gelehrig, dass sie auch gerne diverse Hundetricks beigebracht bekommen - das ist übrigens insbesondere ein großer Spaß für die Kinder der Familie: Die Freude, dem Hund „High Five“ oder „Roll over“ beigebracht zu haben, hat in unserer Familie dazu beigetragen, die Bindung zwischen den Kindern und dem Tier besonders eng werden lassen.

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Egal was Sie mit ihrem Toller machen, entscheidend ist, dass Sie den Hund vollständig und präzise auf sich orientieren. Der Hund muss und soll jederzeit von Ihnen erwarten dürfen, dass Sie im nächsten Moment etwas Spannendes tun werden und er muss „allzeit bereit“ sein, sich darauf einzulassen. Dazu ist viel Training notwendig, das Sie aber wunderbar in ihren Alltag integrieren können (siehe oben). Jede Beschäftigung mit einem Nova Scotia Duck Tolling Retriever kann für Training genutzt werden, ein bis zwei Stunden pro Tag sollten es schon sein.